Osteuropa mit dem Motorrad: Warum sich Rumänien für Touren so gut eignet

Osteuropa mit dem Motorrad: Warum sich Rumänien für Touren so gut eignet

Die meisten Motorradfahrer denken bei einer Tour zuallererst an die Alpen oder an verschiedene bekannte Straßen entlang der Küste. In den letzten Jahren haben sich aber auch Länder wie Rumänien zu einem beliebten Ziel entwickelt. Kurvenreiche Strecken, beeindruckende Berglandschaften und vergleichsweise wenig Verkehr machen das Land für Motorradreisende sehr interessant. Viele planen Rumänien nur als Zwischenstopp ein. Nach der ersten Tour wird daraus allerdings oft ein Ziel, zu dem man gerne zurückkehrt.

Die Transfogarascher Hochstraße ist nur der Anfang

Wenn man sich mit Motorradtouren in Rumänien beschäftigt, stößt man früher oder später auf die berühmte Transfogarascher Hochstraße. Die rund 150 Kilometer lange Strecke verbindet die Regionen Siebenbürgen und Walachei und führt außerdem durch die Karpaten. Die Straße erreicht eine Höhe von über 2000 Metern und bietet unter anderem viele Serpentinen, Tunnel und Aussichtspunkte. Internationale Reisemagazine führen sie seit Jahren unter den spektakulärsten Straßen Europas. Oft konzentrieren sich die Fahrer allerdings nur auf die Route und übersehen dabei, dass auch Rumänien als Land weit mehr zu bieten hat.

Weniger Verkehr als in vielen klassischen Motorradregionen

Ein Grund für die immer größer werdende Beliebtheit liegt zunächst in den Straßenverhältnissen außerhalb der Ballungsräume. Während bekannte Alpenpässe in den Sommermonaten meist stark ausgelastet sind, trifft man in vielen Regionen Rumäniens deutlich weniger Verkehr an. Auf diese Weise entstehen dann auch entspanntere Fahrbedingungen. Gleichzeitig lassen sich längere Tagesetappen planen, ohne ständig auf dichte Fahrzeugkolonnen zu treffen. Vor allem in den Karpaten gibt es für Motorradfahrer viele Strecken, die über viele Kilometer hinweg abwechslungsreiche Kurven mit beeindruckenden Landschaften verbinden.

Diese Regionen sind besonders interessant

Für eine mehrtägige Motorradtour bieten sich beispielsweise folgende Gebiete an:

  • Transsilvanien mit seinen historischen Städten
  • die Karpaten-Region rund um Sibiu
  • das Apuseni-Gebirge im Westen des Landes
  • die Donauregion nahe der serbischen Grenze
  • die Küstenregion am Schwarzen Meer

Wie man sich richtig vorbereitet

Viele Motorradfahrer planen ihre Route sehr genau, beschäftigen sich allerdings erst kurz vor der Abreise mit organisatorischen Fragen. Dabei können gerade diese Punkte später Zeit sparen: Das Mitführen von Fahrzeugpapieren und Versicherungsnachweisen sowie die jeweilige Mautregelung sollten stets beachtet werden. Wenn man durch Rumänien fährt, sollte man sich am besten frühzeitig um die digitale Vignette für Rumänien kümmern. So kann man unnötige Stopps vermeiden und die Reise kann deutlich entspannter beginnen.

Warum man sich immer für kleine Orte entscheiden sollte

Interessanterweise bleiben vielen Reisenden nicht die bekanntesten Sehenswürdigkeiten am längsten in Erinnerung, sondern eher die kleineren Orte entlang der Strecke. In Rumänien gibt es zahlreiche historische Dörfer, traditionelle Gasthäuser und Regionen, in denen der Alltag noch deutlich ruhiger verläuft als in anderen Teilen Westeuropas. Außerdem zeigen viele dieser Orte eindrucksvoll, wie sich Städte im Wandel entwickeln und dabei trotzdem ihren ursprünglichen Charakter bewahren können. Wenn man sich hier ganz bewusst Zeit für ein paar Zwischenstopps nimmt, kann man eine ganz andere Seite des Landes erleben. Vor allem mit dem Motorrad ist man so sehr flexibel.

Rumänien als eine gute Möglichkeit für Einsteiger

Viele verbinden das Land im ersten Moment mit anspruchsvollen Bergstrecken. Tatsächlich gibt es aber zahlreiche Routen, die auch für weniger erfahrene Motorradfahrer gut geeignet sind. Breite Landstraßen, überschaubarer Verkehr und gut ausgebaute Verbindungen zwischen größeren Städten machen die Orientierung vergleichsweise einfach. Außerdem können anspruchsvollere Strecken jederzeit in die Route integriert werden. Deshalb eignet sich Rumänien sowohl für erfahrene Tourenfahrer als auch für Motorradreisende, die ihre erste längere Reise im Ausland planen.

Ein wahrer Geheimtipp für Motorradfahrer

Rumänien überzeugt sowohl mit abwechslungsreichen Strecken als auch mit beeindruckenden Landschaften und deutlich weniger Verkehr als in anderen bekannten europäischen Regionen. Diese Mischung sorgt letztlich dafür, dass das Land bei Motorradreisen immer beliebter wird und für einige mehr als nur ein Zwischenstopp ist.

Osteuropa mit dem Motorrad: Warum sich Rumänien für Touren so gut eignet
Nach oben scrollen